Inhalt und Ablauf

  • Diese Veranstaltung soll Lehrenden und angehenden Lehrer:innen einen Impuls geben und ein Bewusstsein darüber bewirken, wie sie besser mit Stress im Schulalltag umgehen können und somit
  • ein entspanntes Lernklima erschaffen, um nachhaltiges und freudvolles Lernen zu ermöglichen.
  • Neben drei Vorträgen unserer Referent:innen Barbara Dembowski, Lehrerin, Pianistin und Pädagogin für Funktionelle Entspannung, Prof. Dr. Tobias Loemke, Professor für Kunst und Kunstpädagogik sowie Dr. Renate Oepen, Kunsttherapeutin und Burnoutforscherin, werden Kleingruppenaustausche in Form von Breakout-Sessions zur Diskussion und eine abschließende Podiumsdiskussion stattfinden.
  • Ziel der Veranstaltung ist es, insbesondere Lehrkräfte und Lehramtsstudierende für Belastungen im Berufsalltag zu sensibilisieren und präventive Maßnahmen aufzuzeigen, die darüber hinaus zu einer positiven Lernatmosphäre beitragen.

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Themenbereiche

Barbara Dembowski

Erfahrungen mit Funktioneller Entspannung (FE) im Schulalltag 

Spätestens seit der Corona-Pandemie ist deutlich geworden, wie wichtig und auch belastend der Lehrberuf ist. Auch ohne die besonderen Anforderungen in der Krise stürmen über den Unterricht und seine Vorbereitung hinaus tagtäglich eine Unzahl von Anforderungen auf Lehrerinnen und Lehrer ein.

Während der 12 Jahre als Studienrätin an zwei Gymnasien und einer integrierten Gesamtschule war mir die FE eine wesentliche Hilfe, um mit den Herausforderungen und Belastungen des Schulalltags und seiner Vor- und Nachbereitung gut umgehen zu können. Es wurde mir zunehmend möglich, unabhängig von äußeren Rahmenbedingungen eine gute und entspannte Arbeitsatmosphäre für die Schüler:innen und mich zu schaffen, in der ich mich nicht verausgabt und erschöpft habe.

https://afe-deutschland.de/funktionelle-entspannung-fachleute/plz-gebiet-4/

 

Prof. Dr. Tobias Loemke

Kunsttherapeutische Impulse für Prävention und Gesundheitsförderung an Schulen

Kunsttherapie wird zumeist im klinischen Kontext eingesetzt und ist an vielen Kliniken institutionell fest verankert. Deswegen wird oft übersehen, dass sich kunsttherapeutische Methoden auch für den präventiven Bereich sehr gut eignen. So gibt es in Nürtingen und Umgebung einige Praxisinitiativen, in denen Kunsttherapeut*innen Schüler*innen in ihrer Entwicklung unterstützen und fördern.

Als Kunstpädagoge in der Kunsttherapeut*innenbildung blicke ich auf diese Initiativen an Schulen und skizziere ihr Potenzial für gelingende Bildungsprozesse von Schüler*innen.

 

Dr.Renate Oepen

Kunsttherapie zur Förderung positiver Emotionen bei belasteten Lehrer:innen: ein Blick in Theorie und Praxis

Körperliches und seelisches Wohlbefinden von Lehrer:innen stellt eine wesentliche Determinante für Leistungsfähigkeit und ein positives Schulklima dar. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zur Lehrerbelastung weisen jedoch – trotz vielfach empfundener Zufriedenheit der Lehrer:innen – auf einen hohen Belastungsgrad dieser Berufsgruppe hin. Der Vortrag möchte zeigen, wie mit präventiven, kunsttherapeutischen Methoden die Gesundheit von Lehrer:innen gefördert werden kann. Insbesondere die Generierung positiver Emotionen durch Kunsttherapie steht dabei im Fokus, denn positive Gefühle stellen die Voraussetzung für die Wiederherstellung eines gesunden Gleichgewichts und des Wohlbefindens dar. Die theoretischen Hintergründe werden kurz umrissen und anhand der Darstellung ausgewählter Fallbeispiele eines wissenschaftlich evaluierten kunsttherapeutischen Gesundheitstages für Lehrer:innen veranschaulicht.

https://www.alanus.edu/de/hochschule/menschen/detail/renate-oepen 

Literaturhinweis: u.a. Oepen, R. (2015). Kunsttherapie zur Steigerung des Wohlbefindens in Prävention und Gesundheitsförderung. Eine explorative Studie. Berlin: EBVerlag.